Produktion wächst 2011 um 7 Prozent, Branchenumsatz legt um 9 Prozent zu und erreicht Vorkrisenniveau
Nachfragerückgänge in wichtigen Exportmärkten bremsen Wachstumsdynamik 2012
2,3 Milliarden Euro Exportüberschuss im Jahr 2011 beweist hohe Konkurrenzfähigkeit der Branche
Holzwirtschaft hat in Europa erfreuliche Perspektiven, mit langfristigen Verbrauchszuwächsen über dem Bevölkerungswachstum
Die Holzverarbeitung hat die Krisenjahre nicht unbeschadet aber ohne tiefe Kerben überstanden und damit neuerlich ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis gestellt. 2011 waren überdurchschnittlich gute Ergebnisse möglich, wobei die Produktionsleistung der Branche um 7 Prozent und der Umsatz um 9 Prozent gestiegen sind. Mit 7,6 Milliarden Euro hat der Branchenumsatz sein Vorkrisenniveau wieder erreicht. 2012 verliert Österreichs Holzverarbeitung jedoch wieder erheblich an Dynamik. Das ist das wesentliche Ergebnis des aktuellen Branchenberichts der Bank Austria Ökonomen.
Maßgeblich für die gedämpften Erwartungen zur Branchenkonjunktur 2012 ist die starke Abhängigkeit der Holzwirtschaft von der in- und ausländischen Baunachfrage. „Die Nachfrage nach Produkten der Säge- und Plattenindustrie in Österreich wird zwar von einer leichten Belebung des Wohnungsneubaus im Inland profitieren. Zudem wächst der deutsche Wohnbau nach 2011 auch 2012 voraussichtlich wieder im zweistelligen Bereich. Gleichzeitig muss aber mit deutlichen Nachfrageausfällen in einzelnen, wichtigen Exportmärkten gerechnet werden – vor allem in Italien und Tschechien“, analysiert Bank Austria Ökonom Günter Wolf. Bis 2014 wird von der Euroconstruct ein Rückgang der Wohnungsfertigstellungen in Italien und Tschechien von jeweils rund 16 Prozent prognostiziert. Italien war 2011 immerhin das Ziel von 32 Prozent der heimischen Holz- und Holzwarenexporte (im Wert von 1,2 Milliarden Euro von insgesamt 3,9 Milliarden Euro). Nach Tschechien wurden 3 Prozent der Export geliefert. In Summe können Österreichs Holzverarbeiter die Nachfrageausfälle 2012 zwar auffangen, aber keine nennenswerten Zuwächse erwarten.







